Freitag, 21. September 2012

Das Resident Evil Dilemma

Alle Jahre wieder beglückt uns die Film- aber natürlich auch die Spieleindustrie mit neuen Resident Evil Produkten. Während sich die Spiele auf einem guten Niveau einpendeln, kann man bei der Entwicklung der Filmreihe nur zu einem ordentlichen Facepalm ansetzen. Unglaublich aber wahr, gestern ist bereits der fünfte (!) Teil in die Kinos gekommen und das innerhalb von 10 Jahren. Der gute Paul W. S. Anderson hat es sich anscheinend zum Lebenswerk gemacht die Längste Filmreihe aller Zeiten zu entwickeln, bis er schließlich bei den Dreharbeiten zu Resident Evil 23 After Afterlife wegen eines Herzinfarktes diese schnöde Welt verlassen wird.

Man könnte jetzt vielleicht bemerkt haben, dass ich die Resident Evil Filme nicht sonderlich mag und das stimmt auch, aber warum? Auf dem Papier müsste ich die Filme lieben: Zombies, Action, Zombies, globale Katastrophen und die Verfilmung eines Videospiels, dieser Film muss der Burner sein! Allerdings gibt es da fünf große Probleme:

1. Milla Jovovich kann nicht schauspielern und das wird sie auch nie können.

2. Zu wenige und zu langweilige Zombies. Die Zombies in Resident Evil stellen einfach keine große Bedrohung da, sieht man einen Zombie in Resident Evil fragt man sich nur wie dieser umkommt und nicht ob er eine Bedrohung ist. Warum gibt es keine bedrohlichen Zombies, 28 Days Later lässt einem die Angst vor den beißenden Zombies Infizierten beispielsweise richtig fühlen.

3. Die Filme sind dumm. Das ist erstmal kein Problem, auch die Spiele sind dumm, wissen aber zu unterhalten. Anderson hält allerdings auch den Zuschauer für dumm und da liegt das Problem, er denkt man kann den Zuschauern im Prinzip alles zumuten (*Hust* Fünfmal den gleichen Film *Hust*), solange es genügend Zombies und Explosionen gibt sind alle zufrieden.

4. Die Filme nehmen sich viel zu ernst und dabei sind sie ja schon dumm. Dumme Filme die versuchen ernst zu sein, das funktioniert einfach nicht!

5. Resident Evil ist keine Videospielverfilmung! Anderson schert sich wenig bis kaum um die Videospiele, bekannte Namen, der T-Virus und Zombies wurden übernommen, das sind aber auch schon die einzigen Gemeinsamkeiten mit seinen digitalen Vorbildern. Das ist generell das Problem bei Videospielverfilmungen aller Art, könnte man sich nicht einfach an die Geschichte des Spiels halten, ich meine wenn diese bereits Menschen an die Konsole gefesselt hat warum sollte sie dies nicht auch an der Leinwand tun? Musterbeispiel hierfür ist Silent Hill. Der Film macht alles richtig und vermischt 75% Spiel mit 25% neuen Ideen und darf sich zurecht die bisher beste Videospielverfilmung nennen.

Schade Alone in the Dark, es war ganz knapp ;-)

2 Kommentare:

  1. Milla Jovovich ist quasi der einzige Grund aus dem ich die Filme abgöttisch verehre. Die Frau ist einfach endlos heiß.
    Abgesehn davon ist Resi seichte Abendunterhaltung mit viel Gemetzel und netten Effekten.

    Wenn man nichts anderes erwartet stellen die Filme einen durchaus zufrieden.

    ;-)

    Grüße aus Münster

    AntwortenLöschen
  2. Du hast keine Ahnung, Arndt! Jovovich ist wirklich keine gute Schauspielerin und wenn du seichte Abendunterhaltung suchst, zieh dir lieber einen Leslie Nielsen-Film rein. Da kriegst du noch richtige Unterhaltung geboten ;)

    AntwortenLöschen