Bereits die alten Römer stellten sich vermutlich diese Frage: Brauche ich 3D wirklich? Bringt mir der 3Dimensionale Raum in einem Film wirklich einen Mehrwert? Ich denke nicht. Betrachten wir das ganze mal ganz nüchtern: 3D verändert nichts an Kameraarbeit, Schnitten, Dialogen, Charakteren, Emotionen und eigentlich allem was einen Film ausmacht. Es ist quasi nur ein kleines Gimmick, das den Film für die Augen ansprechender macht und das... Moment mal, ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber wenn ich einen Film in 3D sehe schmerzen mir die Augen schnell und ich habe eher das Bedürfnis die 3D-Brille abzusetzen und den Film zu genießen, was aber auch nicht geht weil man dann nur auf einen undefinierbaren Bildermatsch schaut. Schön blöd dieses 3D.
Wer sich jetzt denkt, 3D hört sich ja gar nicht mal so gut an, der wird sich auch zwangsläufig die Frage stellen, warum es dann immer mehr 3D Filme gibt. Leichte Frage. Geld. Wenn man beispielsweise George Lucas heißt möchte man zwangsläufig immer mehr davon und veröffentlicht alle seine Filme erneut im Kino. Leider macht 3D einen schlechten Film nicht besser, es könnte einen guten Film eher durch einen schlechten Effekt verschlechtern. Derzeit schwächelt die Filmindustrie ein wenig, Da war James Camerons Avatar seinerzeit ein "Segen" der die gloreiche Ära des 3Ds einleuten sollte. nun konnte man seinen Film in 3D konvertieren und an der Kinokasse trotz miserablen Effekten 4€ mehr verlangen oder einfach seine alten Filme nochmal im Kino zeigen, in 3D. Die Industrie wollte eine Revolution durch eine Innovation, was letztendlich noch nicht ganz funktionierte, so gut wie erwartet läuft 3D nicht an. Nur Animationsfilme und die neuesten Blockbuster springen bisher auf den 3D-Zug auf.
Eine echte Revolution durch Innovation könnte Peter Jackson (<3) dieses Jahr gelingen. Er dreht seinen Hobbit in 48 Fps statt den üblichen 24 Fps, was logischerweise teurer ist und viel mehr Datenspeicher benötigt, aber den Film geschmeidiger, detailreicher und realistischer erscheinen lässt. Ein detailreiches Bild kann im Gegensatz zu 3D einen Mehrwert für einen Film bieten, kleine Details die man sonst nicht gesehen hat erscheinen und der Film wird viel greifbarer für den Zuschauer. Leider dreht auch Jackson in 3D. Es gibt aber noch Hoffnungsschimmer am Horizont, einer ist beispielsweise Christopher Nolan, der gänzlich auf 3D verzichten möchte, weil es das Filmerlebnis verfälschen würde. Gut so Herr Nolan!
Was haltet ihr vom "3D-Hype"? Völliger Quatsch oder könnt ihr 3D-Filmen etwas abgewinnen?
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